Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittHaben wir gelebt? Immerhin verwandelten die Entwürfe von Courrèges und Rabanne die Angezogenen in Gestalten der Zukunft. Science-fiction-Attitüden zeichnen sie aus; denn nüchterne Geometrisierung oder apparative Strenge verliehen der Frau eine Distanziertheit, die auch als Unabhängigkeit vom Zugriff männlichen Begehrens interpretiert werden konnte. Manchem erschienen die Courrègesfrauen eher den Gedanken an das Ein- und Ausschalten von Apparaten nahezulegen. In jedem Fall: Selbst die Kleider mit Avantgardeanspruch waren vergleichsweise billig und wurden (leider) nur allzu schnell weggeworfen. Themen AvantgardeÄsthetikAffirmation Marina Sawall
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inDer Barbar als Kulturheld, 2002 im AbschnittKopf oder Computer. Kultur – Ästhetik – Künstliche Intelligenz. Die Postamente von Dampfmaschinen wurden als dorische Tempel ausgezeichnet. Themen keine Stefan Wilke
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittFriedrich Nietzsche In einer Hinsicht ist die radikale Vereinfachung des Zitats zum Verweis möglicherweise nützlich im Hinblick auf die Ökonomie der Kommunikation. Wenn alle Kommunikation darin besteht, sich auf sinnvolle Weise mißzuverstehen, dann vermag das zum Verweis vereinfachte Zitat (das Sich-Einlassen auf andere), die Zahl der möglichen nützlichen Mißverständnisse wohl zu erhöhen. Themen Kommunikation Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittDenkmäler als Initiativen gegen Schuld ist jedes Verstehen der Menschen untereinander nur ein produktives Mißverstehen Themen Kommunikation Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittText-Bild-Beziehungen »Versuche, solange mit eigenen Mitteln das Werk zu kopieren, bis Du dadurch die Fähigkeiten erlangt hast, analog zum Werk ein eigenes hervorzubringen.« Themen keine Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittText-Bild-Beziehungen »Laß Dich auf kommunikative Handlungen ein, und verharre nicht bei der Klärung der Bedingungen ihrer Möglichkeit! Du kannst ja nicht erst kommunikativ handeln, wenn die Bedingungen ihrer Möglichkeit geklärt sind; betrachte das Handeln selbst als einen Versuch der Klärung!« Themen Kommunikation Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittTheorie der Avantgarde Avantgarde ist nur das, was uns veranlaßt, die angeblich gesicherten Bestände der Tradition auf neue Weise zu sehen, d.h., neue Traditionen aufzubauen. Themen Avantgarde Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittTheorie der Avantgarde Denn es ist wohl selbstverständlich, daß man von dem Neuen immer nur mit Bezug auf das Alte reden kann, von dem befremdlich Anderen nur mit Bezug auf das Bekannte, von Innovation nur mit Bezug auf die Repetition und von Information nur mit Bezug auf die Redundanz sprechen kann. Themen keine Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inÄsthetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, 1986 im AbschnittDie Ruine als Form der Vermittlung von Fragment und Totalität Probleme zu lösen, kann immer nur heißen, neue Probleme zu schaffen. Aber nur solche Problemlösungen als Schaffen von Problemen sind akzeptabel, deren unumkehrbare Folgen kleiner, d. h. weniger wirksam sind als die des ursprünglich zu lösenden Problems. Wer das Problem mangelnder Energie durch den Aufbau einer Plutoniumwirtschaft zu lösen verspricht, ist heute weder als glanzvoller Krimineller noch als heroischer Nihilist oder als gläubigster Judas gerechtfertigt. Themen keine Martin Kohlhaas
Quelle, Essenztext, Themen, Leser, Status inhr 2 Kultur, 2010 im Abschnitt„Der Profi-Bürger“ Je mehr er sich spezialisiert, desto weniger versteht er von allen übrigen Bereichen. Das heißt, jeder Mensch, auch der höchstspezialisierte Professor für molekularbiologische Prozesse oder für Semipermeabilität von irgendwelchen Zellen oder was immer, ist gerade durch seine Leistung, nämlich sich zu spezialisieren, ein universaler Dilettant. Daraus folgt, dass wir alle lernen müssen: Gerade in dem Maße, wie wir füreinander wichtig sind, sind wir, auf das Ganze gesehen, etwa in Demokratie, Staatsführung, Gesellschaftsaufbau universale Dilettanten. Mit anderen Worten, die Demokratie ist die einzige Form der Vermittlung von Menschen geschaffener sozialer Bindungen, die davon ausgeht, dass alle gleich sind. Warum? Weil alle Menschen gleich unwissend sind, weil sie alle von dem ausgehen, was sie nicht wissen, was sie nicht können und nicht haben. Denn je spezialisierter jemand ist, desto universaldilettantischer ist er in allen anderen Bereichen. Themen Professionalisierung Volkmar Knoch Hans-Jürgen Siegmund