Mythos Mercedes – Von der Funktion zum Design.

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Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes
Vorwort von Bazon Brock ?

Seite im Original: 12

Auto-Ästhetik. Durch Selbstwahrnehmung zur Selbstbewegung.

Vorab: Den Verfasser legitimiert zu nachfolgenden Anmerkungen die Erfahrung, daß, eine DS mit Reitsporen zu fahren, tatsächlich dem Automobil alle Macken nahm, deretwegen er häufig die Frankfurter Citroën-Werkstatt zwischen 1966 und 1972 aufzusuchen hatte. Der von den Reklamationen genervte KFZ-Meister empfahl seinerzeit, das Auto wie ein Lebewesen, z.B. wie ein zu reitendes Pferd, zu behandeln. Frau Huss schenkte ihre Sporen dem Verfasser, die sie als seine Phyllis nicht mehr brauchte, um ihn zur Einsicht zu zügeln, kein Aristoteles zu sein.

In zwei Hinsichten hat die Technik- und Kulturgeschichte des Automobils das westliche Selbstverständnis besonders geprägt: zum einen durch die Vergegenwärtigung des göttlichen Lebensantriebs als Bewegung aus sich selbst, zum anderen durch die jedermann aufgenötigte Orientierung nach vorne, in die Zukunft, durch den vergewissernden Blick in den Rückspiegel.