Markus Lüpertz, 18 Bilder, 3 Skulpturen

Galerie Michael Werner,

Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Abschiedsbilder. Amfortas. Wandlungslächeln.

Von 1992 bis 1996 arbeitete Lüpertz an der Werkserie "Männer ohne Frauen - Parsifal", deren größeren Teil die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf von Ende März bis Anfang Juni 1996 präsentierte.

Nun bietet die Galerie Werner die Möglichkeit, ein bisher nicht veröffentlichtes Werkensemble des Zyklus "Männer ohne Frauen - Parsifal" kennenzulernen. Das Scharnier zwischen den veröffentlichten und den bisher nicht veröffentlichten Arbeiten bilden drei bemalte Bronzeskulpturen, die eindeutig als Büsten anzusprechen sind und ebenfalls der Gesamtserie zugehören.

Kennzeichnete die bereits veröffentlichten Gemälde in formaler Hinsicht ein weites Spektrum malerischer Farbwertigkeiten und die auffällige Verwendung von Gitterstrukturen (bis hin zu identifizierbaren Leitern und Brücken), so läßt sich das nun präsentierte Ensemble im großen und ganzen formal durch die verwendeten Punkt- und Fleckenmuster sowie durch die vorherrschende Farbskala schwarz, weiß, grau, elfenbein bestimmen. Darüber hinaus ist für diese zumeist kleinformatigen Arbeiten die Betonung des von Lüpertz seit langem verwendeten Bleirahmens in unterschiedlichen Profilstärken optisch dominant. Trägermedien für die aufgetragene Ölfarbe, Bleistift- und Griffelspuren sind vor allem Nessel sowie Leinwand und in einem Falle Molton.

Die vorherrschende Arbeitsgeste ist das Setzen von Punkten mit dem Pinsel; sodann die richtungsneutrale Deckung von Flächen, die Bewegung des Linienziehens und der Verwischung. Als Grundfarbigkeit wird die elfenbeinfarbige Anmutung des Rohnessels genutzt oder die Grundschwärzung, im Einzelfalle auch ein Ocker als nicht monochrome Bildfeldfarbe (ML 13 97). Bildwirksam sind auch die nicht kaschierten Diffusionsränder der Ölflächen im Nessel (ML 13 95, ML 14 00, ML 13 99, ML 14 05, ML 14 04, ML 13 86, ML 13 85).