Großväter erzählen aus dem kommenden Krieg: Bazon Brock zu Gast in der Remise

Begründeter Optimismus durch apokalyptisches Denken nach dem Ende des Marktes als ultima ratio

Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Nachdem mit der Finanzkrise der Markt als ultima ratio unserer Gesellschaft abgewirtschaftet hat, erleben die freien Künste einen enormen Statusgewinn. Bisher galten bei Bankern die Literaten, Poeten, Pinsler, Ästhetiker und Kunstphilosophen als haltlose Schwadroneure im Damenprogramm, während die hohen und höchstbezahlten Herren sich als Master of the Universe betätigten.
Jetzt stellt sich heraus, dass die Hohepriester des Marktes selber bloß spekulativ herumgelabert haben. Leider kann man sich mit verständlicher Häme und den Rachegelüsten von bisher zu Litter-Ratten herabgewürdigten Geistesarbeitern nicht zufrieden geben.
Denn das Versagen der Investmentbanker und Zukunftsgaranten freier Marktwirtschaft ist gerade eine Konsequenz der Verwirklichung von Geist aus den Köpfen von Mathematikern, Systemikern und Prognostikern, die für die Master of the Universe neue Produkte erdachten – im Glauben an die Allmacht ihres Geistes. Einmal mehr beweist sich die Einsicht der Asketen des Luxus (Diplom-Konsumenten, Diplom-Patienten, Diplom-Wähler und Diplom-Rezipienten) als unüberbietbar: Nur die Mittel heiligen die Zwecke und nicht die Zwecke die Mittel ihrer Verwirklichung.
Und was bedeutet diese Einsicht für die Bewältigung des Zusammenbruchs des freien Marktes als Letztbegründung unsrer Weltsicht?