P.E.N.-Club Liechtenstein

Seit Sommer 2008 ist Bazon Brock Mitglied des P.E.N.-Club-Liechtenstein. Es ist dem P.E.N.-Club gelungen, ihn für den 18. Jänner zur traditionellen "Antrittsvorlesung" zu gewinnen

Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

 Fürstentum – Künstlertum – Unternehmertum

Da nur noch wenige Fürstentümer in relativer Autonomie dem Anpassungs- und Integrationszwang zu immer größeren Einheiten widerstanden haben, faszinieren sie in besonderer Weise all jene, die Selbstbehauptung gegen Überwältigung durch Machtballung zu entgehen versuchen: Siehe, die heutige Popularität eines kleinen gallischen Dorfes, das sich unter Führung eines Chefdruiden und Häuptlings samt Helfern erfolgreich gegen die Vereinnahmung ins römische Imperium zur Wehr setzte. Siehe analog dazu heute, das Fürstentum Liechtenstein im Selbstbehauptungskampf gegen mit allen Gaunertricks arbeitende Großeuropäer! Unser Interesse gilt der Rekonstruktion der Parallelentwicklungen von Fürstentum, Künstlertum und Unternehmertum.

Bei Bazon Brock handelt es sich um eine ausserordentliche Persönlichkeit. Bazon Brock ist Künstler und Kunstwissenschaftler, Akteur Philosoph. Mit seiner spezielle Form der Kunstvermittlung hat Brock die Form des "Action teachings" begründet. Brock vermag er mit seinem ungeheuren Wissen, seiner brillanten Rhetorik die Zuhörer in Bann zu ziehen. Brock ist Begründer der Besucherschule der "documanta" in Kassel, Fluxuskünstler, war Mitstreiter von Beuys und Szeemann, war jahrelang Gastgeber der Fernsehreihe "Bilderstreit", tritt nach wie vor als Ausstellungskurator, als Erfinder des Action Teaching, Autor zahlreicher Bücher und Essays in Erscheinung. Die Zuhörer können sich auf eine Sternstunde freuen.

Bazon Brock (* 1936) war ordentlichern Professor (1965–1976) an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, später, zwischen 1977 und 1980 auch an die Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Anschließend übernahm er eine Professur an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er 2001 emeritiert wurde.

Er führte neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer insgesamt über 1.700 Veranstaltungen in Museen, Akademien, Hochschulen, Theatern, Galerien und im Fernsehen in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich, Dänemark, Italien, Frankreich, Spanien, Holland, Großbritannien, Japan und in den USA durch.

Veröffentlichung zahlreicher Schriften zur Ästhetik sowie Video- und Filmdokumentationen und Action Teachings. Einen Namen machte er sich mit der Kasseler „documenta“-Besucherschule (1968-19777), sowie der Fernsehsendung „Bilderstreit“, die er bis Ende 2006 moderierte.

2006 trat er mit dem Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ in 11 Kunstmuseen in D, A und CH auf.

Vor wenigen Wochen erschien sein neuestes Buch „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ bei DuMont.