In medias res

Zehn Kapitel zum Iconic Turn. Mit Beiträgen von: Friedrich Kittler, Peter Sloterdijk, Bazon Brock, Horst Bredekamp, Hans Belting

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Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

In den 5 Interviews, die Hubert Burda hier mit den größten Vertretern der Kulturwissenschaft führt, wird der Frage nach der sich stetig verändernden Bedeutung und Funktion von Bildern nachgegangen. Auch nach 10 Jahren sind die Bilder des Anschlages vom 11. September noch immer unauslöschlich im visuellen Gedächtnis eingebrannt. Die Fernseh- und Zeitungsbilder der Twin Towers prägen unsere Wahrnehmung der Ereignisse und sind dabei zum universalen Symbol zerstörerischer Gewalt geworden. Obwohl unsere Kultur wesentlich von der Schrift bestimmt wird, erhält das Bild immer stärkere Bedeutung für unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Nach einem linguistic turn nun also der iconic turn. Nicht nur nehmen wir Ereignisse oftmals erst als Inszenierungen durch die Medien wahr, sondern durch digitale Plattformen wie Facebook, Flickr und Co. wird jeder Einzelne zum Regisseur seiner Selbstinszenierung.

Inhalt

Einleitung Iconic Turn 14

Kapitel I Der andere Blick aus dem Fenster 24

Kapitel II Bild und Rahmen 42

Kapitel III Interfaces – Materialität der Bilder 52
Gespräch Friedrich Kittler: „Im Olymp gibt es keine Wolken“ 68

Kapitel IV Mobile Bilder 72
Gespräch Peter Sloterdijk: „Das Bild ist immer um eine Dimension pfingstlicher als die Schrift“ 88

Kapitel V Belastende Bilder – entlastende Bilder 94

Kapitel VI Das Erhabene – das Schöne – das Pittoreske 106
Gespräch Bazon Brock: „Bildwissenschaft ist ursprünglicher als Kunstwissenschaft“ 118

Kapitel VII Machtrepräsentation durch Bilder 124
Gespräch Horst Bredekamp: „Es gibt im Grunde keinen Unterschied zwischen Original und Reproduktion“ 140

Kapitel VIII Innere Bilder – äußere Bilder 144
Gespräch Hans Belting: „Es ist eine der großen Erfindungen, dass das Bild dasjenige ist, was in einem Rahmen ist“ 154

Kapitel IX Medienkunst und Massenmedien 160

Kapitel X Kunstgeschichte – Bildwissenschaft 170
Gespräch Hubert Burda: „Ich fühle mich bei den Kubisten und anderen Modernen wohl, aber ich will ohne das Pulsierende der Großstädte, ohne deren Lifestyle nicht leben“ 184

Anmerkungen: Zehn Bücher, ohne die dieses Buch nicht entstanden wäre 196

Video zur Buchpräsentation