Wir brauchen ein neues Wozu

Vortrag von Prof. Bazon Brock mit einer Einleitung von Prof. Ralf Urban Bühler zum Beginn einer neuen Veranstaltungsreihe

Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

"Aber kehren wir vor der eigenen Haustür, also vor dem Haus der Künste. Es ist längst an der Zeit, die kommerziell oder machttechnisch gut nutzbaren Konfrontationen von moderner Kunst und traditionaler Kunst, von abstraktem Expressionismus und figurativem Expressionismus, von Tachismus und Rokoko, von Informel und Impressionismus, von Farbfeldmalerei und der Malerei der venezianischen Großmeister im 16. Jahrhundert zu verabschieden."
(Bazon Brock, "Orient und Okzident Bilderverbote von Moses über Mohammed zu Malewitsch.")

"... wenn wir Ethiken im 20. Jahrhundert formulieren wollen als Summe der Erfahrungen für das 21. Jahrhundert, müssen wir uns klar machen, daß wir bei dem Kanon, den wir aufstellen müssen, ausschließlich in Formulierungen dessen operieren können, was wir zu unterlassen haben.
Zweitens, daß wir keine Normen aufstellen, sondern nach dem Muster von Wilhelm Busch verfahren, d.h.: Das Gute, soviel steht fest, das ist stets das Böse, das man unterläßt. Wir folgen einer bestimmten Orientierung, um das, was wir für schädlich, für böse, für kontraproduktiv, für krankmachend halten, um darauf unser Verhalten als Verhindern, als Unterlassen auszurichten."
(Bazon Brock; "Über die Ästhetik des Unterlassens")

Über die Dialektik von Modernität und Traditionalismus