ARTandPRESS

Ausstellung vom 23. März bis 24. Juni 2012 im Martin-Gropius-Bau, Berlin

Olaf Metzel: Und dann noch das Wetter, 2010 | © VG Bildkunst Bonn, 2012, Foto: Roman Mensing artdoc
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Wer als Künstler arbeiten will, hat sich zu entscheiden, ob er auf Publikumswirksamkeit abzielt oder auf das Schaffen von Werken:
Will man, wie Dürer die Alternative formuliert, in der Nachfolge Christi stehen (nichts geschaffen, aber ungeheuer gewirkt) oder dem Schöpfer Gott Konkurrenz machen (ungeheures Werk, aber kaum wirksam für die Menschen)?
Wer auf Wirksamkeit setzt, wird Journalist, wer Schaffen will wie aus dem Nichts, wird Gott-Nachfolger.
Bazon Brock klärt die Lage.

Die Veranstaltung findet in der Ausstellung ARTandPRESS statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

Anmeldung unter artandpress@stiftungkunst.de.

Martin Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Ausstellung ARTandPress

Die Zeitung ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts Material und Gegenstand der Kunst. Künstler setzen sich mit diesem Medium, ob in der Funktion als Instrument der Aufklärung oder der Manipulation, auf vielfältige Weise auseinander. Motivation und Bedeutung für die Nutzung des Mediums sind dabei immer unterschiedlich. Die Ausstellung ARTandPRESS zeigt über 50 künstlerische Positionen zu dem Thema, von Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Joseph Beuys über Sigmar Polke, Gerhard Richter und Anselm Kiefer bis zu Ai Weiwei, Julian Schnabel, William Kentridge, Richard Prince, Annette Messager und Rirkrit Tiravanija.

Viele Künstler haben eigens für die Ausstellung neue Arbeiten realisiert oder aus ihrem Œuvre ausgewählt. Anselm Kiefer beispielsweise zeigt im zentralen Lichthof des Martin-Gropius-Bau eine große Installation, seine Sicht auf das Thema Medienwandel. Der junge iranische Künstler Farhad Moshiri beschäftigt sich in seiner Installation "Kiosk de Curiosité" mit dem Thema Zensur. In ihrem Bilderzyklus "Headlines" werfen Gilbert & George mit zitierten Schlagzeilen die Frage nach der Produktion von Nachrichten und deren Wahrheitsgehalt auf. Ai Weiwei hat eigens für die Ausstellung eine Rauminstallation aus Armier-Stahl geschaffen. Das Material dafür stammt von einem erdbebenzerstörten Schulgebäude, unter dem über 1000 Schüler begraben wurden – der Stahl als Beweisstück auf der Suche nach der Wahrheit, über die in China nicht berichtet werden durfte.

ARTandPRESS ist ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn unter der künstlerischen Leitung von Walter Smerling. Zum wissenschaftlichen Beirat gehören Götz Adriani, Heiner Bastian, Robert Fleck, Siegfried Gohr, Peter Iden, Dieter Ronte und Norman Rosenthal. Projektkoordinator ist Hans-Joachim Petersen.

Unterstützt wird ARTandPRESS von RWE. Als Medienpartner begleitet BILD die Ausstellung und präsentiert ausführlich über mehrere Wochen die Künstler und ihre Arbeiten.

Ein umfassender Katalog zur Ausstellung erscheint im Wienand Verlag.

ARTandPRESS: Werk gegen Wirkung - Wirkung gegen Werk