Schönes und Bewegliches

Moderation: Martin Böttcher

Deutschlandradio Kultur
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Das Neonlicht denkt richtig scharf nach, lässt sich durch München jagen und verkündet die Rückkehr des Bubikragens. Außerdem fliegen wir nach Los Angeles und suchen im Beverly Hills Hotel nach den Spuren amerikanischer Filmstars. Das Luxushotel feiert nämlich 100. Geburtstag, und wir wollen unbedingt gratulieren.

Die Stadt als Bootcamp
Von Manuel Hoffmann
Wem Jogging zu einsam und das Fitnessstudio um die Ecke zu langweilig ist, der kann sich in München jetzt von einem Ex-Soldaten durch die Stadt jagen lassen. Boris Beuke war ein Jahr lang mit der Bundeswehr in Afghanistan, jetzt bietet er sehr spezielle Fitness-Kurse an und verwandelt München dabei kurzerhand in ein Bootcamp: Klimmzüge am Ampelmast, Kletterübung an der Fußgängerbrücke.

Weg vom Zweck - die Denkerei in Berlin
Von Gerd Brendel
Der Kulturwissenschaftler Bazon Brock bezeichnet sich selbst als Künstler ohne Werk und hat ein gewaltiges Problem mit dem Zeitgeist. Alles muss heute Sinn und Zweck haben, kritisiert er. Zeit für freies Denken fernab von schlichter Problembewältigung vermisst er in Berlin und hat deshalb im vergangenen Jahr ein Denkerbüro in Kreuzberg gegründet. Dort denkt er beispielsweise darüber nach, wie Denken eigentlich klingt.

Die Rückkehr des Bubikragens
Von Yesim Ali Oglou
Mary Poppins trug ihn über der Bluse, Ginger Rogers auch, und unlängst hat man ihn sogar an dem ein oder anderen It-Girl entdeckt. Es geht um den Bubikragen, der um 1920 das erste Mal in der Damenmode aufkam und seinen Namen deshalb hat, weil an ihm nichts eckig, sondern alles rund ist - wie ein Bubikopf eben. Einst gehörte er zum klassischen Outfit von Dienstmädchen und Gouvernanten. Mädchenhaft und unschuldig wirkt er auch heute noch, aber er kann auch ganz anders.

Glückwunsch, "Pink Palace"
Von Kerstin Zilm
Elizabeth Taylor feierte hier sechs von acht Flitterwochen. Katharine Hepburn sprang im Tennis-Outfit in den Pool, und während der Dreharbeiten zu "Let's make love" sollen Marilyn Monroe und Yves Montand hier ihre Ehepartner betrogen haben. Die Rede ist vom Beverly Hills Hotel, das wegen seines Anstriches auch liebevoll "Pink Palace" genannt wird. Jetzt wird das Luxushotel 100 Jahre alt. Wir gratulieren und blicken zurück.

Weg vom Zweck - die Denkerei in Berlin

von Gerd Brendel