Nürnberger Designsalon

Nürnberger Designsalon | Phocus Brand, 27.09.2012.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

Der Nürnberger Designsalon öffnet auch 2012 seine Türen und lädt zum Vordenken, Nachdenken und Diskutieren ein:

"ist wert zu bleiben? Was bleibt von uns? Was bleibt von mir? Meinem Werk? Wenn ich zu Staub zerfallen bin, hat dann mein Design noch Seele? Noch Substanz? Was »ist« und was ist nur Beiwerk? Welches Zuviel ist zu viel für mich? Uns? Was bleibt noch übrig, wenn wir uns den Schein, den Kontext, die Oberfläche wegdenken? Wie kann Vermarktungsaufwand reduziert und Entwicklungsaufwand gesteigert werden? Gibt es jenseits von Konsum, Wachstum und Fortschritt beständige kulturelle Substanz? Sind Geiz, Angabe, Neid, Lüge und Vorteilsnahme die zentralen Werte unserer Kultur? Oder ihr Gegenteil? Was ist wahr? Was nur Ideologie? Oder was ist nur Herdenmoral? Was bleibt von Kultur, wenn ihre Inhalte nur virtuell noch vorhanden sind? Was bleibt von einem Event, wenn der letzte Gast gegangen ist? Was soll sein? Was soll noch erfunden werden? Was braucht unsere Welt um weiter zu bestehen? Was können wir weglassen? Wie können wir das Unnötige weglassen und das Nötige schaffen? Wie können wir Substanz schaffen oder vermehren? Ist Substanz materiell oder immateriell oder beides? Welche Dinge und oder welche Konzepte werden morgen noch relevant sein? Wenn wir statt alles und jeden zu »managen«, nach dem Wesen oder Kern einer Sache, eines Produktes, eines Inhalts fragen? Wie können wir unsere Institutionen, Unternehmen wieder auf ihren eigentlichen Zweck zurückführen? Wie kann Verwalten durch Machen ersetzt werden?" (Phocus Brand)

PHOCUS BRAND CONTACT, Veranstalter des Nürnberger Designsalons, begibt sich dieses Jahr auf die Suche nach Substanz: Was hat heute noch Bestand? Was ist wert zu bleiben? Was bleibt von uns? Was bleibt von mir? Meinem Werk? Wenn ich zu Staub zerfallen bin, hat dann mein Design noch Seele? Noch Substanz? Ist Substanz materiell oder immateriell oder beides? Was ist das Substanzielle unserer Zeit?

BAZON BROCK stellt sich dem Thema. Als Referent und Moderator leitet er das Salonpublikum bei der Suche an. Bazon Brock, Denker im Dienst, Künstler ohne Werk, Fluxus-Vertreter, emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, ist design- und diskurserprobt. Und nähert sich der Suche nach Substanz auf ganz eigene Art und Weise:
»Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit.« (Rilke)
Die Expedition verspricht spannend zu werden.

Weitere Informationen unter:

www.designsalon.info

Auch eine Ohrfeige kann nachhaltig sein

Wie Designer lernen, mit ihren Defiziten produktiv umzugehen

Bazon Brock, Denker im Dienst, tapfer und theoretisch führt die Teilnehmer unserer Diskursgesellschaft durch das Gefilde der Vergeblichkeit wie Vergil den Dante.

Was erwartet uns auf dem Berg der Erläuterungen: Ein orientierendes Echo? Ruhmesfanfaren? Erzwungene Dauer?

Was bleibt, wenn alles vergeht, wenn Gletscher schmelzen, Gebirge bröckeln und Sterne kollabieren?

"Ach, in meinem wildem Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit."