Nietzsches Nietzsche - Werke letzter Hand

Vorstellung des Editionsprojekts des Kollegs Friedrich Nietzsche im L.S.D. Lagerfeld, Steidl, Druckerei Verlag - mit Rüdiger Schmidt-Grépály (Hg.), Renate Reschke und Bazon Brock

Friedrich Nietzsche: Morgenröthe. Gedanken über die moralischen Vorurtheile. Neue Ausgabe mit einer einführenden Vorrede. Leipzig 1887. (Deckblatt) | © Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv Friedrich Nietzsche: Morgenröthe. Gedanken über die moralischen Vorurtheile. Leipzig 1887. (Seite 3) | © Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv Nietzsches Nietzsche - Werke letzter Hand (hrsg. von Rüdiger Schmidt-Grépály) | Editionsplan für L.S.D. Lagerfeld, Steidl, Druckerei Verlag (Stand: 2012)
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

»Lernt mich gut lesen« - Nietzsche

Bis heute gibt es keine Edition der Schriften Friedrich Nietzsches »letzter Hand«. Im »Ecce Homo«, seiner intellektuellen Autobiographie, gab Friedrich Nietzsche kurz vor seinem Zusammenbruch seinem Werk eine Gestalt. So bestimmt und gleichsam schön wie Nietzsches letztes Buch geschrieben ist, spürt man darin doch, wie der Philosoph darum bangt, sein Werk nicht abschließen zu können.

Und tatsächlich gelang es Nietzsche nicht mehr, seinen „Ecce Homo“ selbst herauszugeben; das Werk erschien erst 1908.

Seit seinem Zusammenbruch Anfang 1889 in Turin und bis in die Gegenwart vermischen die Editoren, zuallererst seine Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche, die von Nietzsche selbst herausgegebenen Werke mit dem, was sich in seinem Nachlass fand.

Die Edition wird konsequent nur die Druckfassung wiedergeben, die Nietzsche zuletzt in Auftrag gegeben hat. Das heißt, wenn eine zweite, von Nietzsche selbst bearbeitete oder erweiterte Auflage vorliegt, wird genau diese publiziert (andernfalls jeweils die Erstausgabe). Die Edition soll auch erstmals die Wiedergabe der Komposition von Friedrich Nietzsche »Hymnus an das Leben« enthalten. Sie wird somit die erste sein, die ausschließlich die jeweilige Letztveröffentlichung von Friedrich Nietzsche wiedergibt.

Die Edition besteht aus zwei Teilen: Die erste Abteilung zeigt die handschriftlichen Druckmanuskripte faksimiliert in Originalgröße, gedruckt auf unterschiedlichen Schreibpapieren, wie sie Nietzsche verwendet hat. Die zweite Abteilung gibt die Werke Nietzsches in der vom Philosophen autorisierten letzten Druckfassung wieder.

Im Anschluss an die Buchvorstellung findet ein Gespräch mit Rüdiger Schmidt-Grépály, Renate Reschke (Herausgeberin des Jahrbuchs der Nietzsche-Gesellschaft) und Bazon Brock statt.

Dr. Rüdiger Schmidt-Grépály ist seit 1999 Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar. Von 1983 bis 1985 arbeitete er mit dem Nietzsche-Herausgeber Mazzino Montinari in Florenz zusammen. Von 1989 bis 1994 war er Geschäftsführer der Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit an der Universität Oldenburg. Für seine Initiative zur Gründung und den Aufbau des Kollegs Friedrich Nietzsche erhielt er 2002 den »Premio Internazionale Federico Nietzsche« der Associazione Internazionale di Studi e Ricerche Federico Nietzsche, Palermo.

Prof. em. Dr. Renate Reschke: Jg. 1944; 1964-1970 Studium der Kulturwissenschaft und Germanistik (HUB); 1972 Promotion über Hölderlins Geschichtsphilosophie und Ästhetik; 1984 Habilitation über Nietzsches Kulturkritik und Ästhetik; Professorin für die Geschichte des ästhetischen Denkens (HUB 1993-2009), Gründungsmitglied der Nietzsche-Gesellschaft (1990), Vorsitzende der Nietzsche-Gesellschaft (1998-2002), Vorstandsmitglied, stellv. Direktorin der Nietzsche-Stiftung (seit 2008), Herausgeberin des Jahrbuches Nietzscheforschung (seit 1993); Kuratoriumsmitglied des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar.

Für weitere Informationen zur Edition wenden Sie sich bitte an Matthias Wegener, (0551) 49 60 616; mwegener@steidl.de oder direkt an Dr. Rüdiger Schmidt-Grépály: kolleg-nietzsche@klassik-stiftung.de

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