Die neue Kunstreligion: Künstler als Priester in den Kathedralen des ewig strahlenden Mülls

Gastvortrag im Master of Fine Arts der Zürcher Hochschule der Künste

Zürcher Hochschule der Künste
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Verkommene Ufer: Künstlerisches Arbeiten wird immer noch als ewigkeitstauglich, wenigstens für die kleine Ewigkeit eines Menschenlebens, verstanden. Die Dressur auf Marktgängigkeit als Verpflichtung zur permanenten Überbietung einer Neuigkeit durch die nächste sabotiert das Pathos der Kunst. Kunstkritik wird ersetzt durch Berichte von Auktionserfolgen. Die unabdingbare Arbeit in Einsamkeit, wie Humboldt sie noch für Denker und Dichter voraussetzte, wurde vom sozialen Mitmachterror abgelöst.
Na und? Um die peinlichen Dummheiten angemaßter Künstlerschaft muss sich keiner mehr scheren. Was bleibt, kommt besten- d.h. schlimmstenfalls in die Endlagerungsdeponien für radioaktiv-strahlenden Müll. Vermüllungstendenzen haben sich die Künstler seit 100 Jahren begeistert angeschlossen. Nun müssen sie, wie Mephisto für Faust prophezeit, den "Dreck fressen", den sie für die Köstlichkeit des Lebens hielten.
Hilfe? Hilfe: Das Projekt 'Gott und Müll' garantiert Ewigkeit und Verbindlichkeit in viel höherem Maße als es sich die Künstler je haben träumen lassen können.

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