Das Geheimnis des Geschmacks
Aspekte der Ess- und Lebenskunst
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes
Die Essays dieses typografisch anspruchsvoll gestalteten Bandes gehen der Bedeutung des Geschmaks vom Mittelalter bis zur Gegenwart nach. In den Texten geht es aber auch um die sinnliche Grundaustattung des Homo sapines, um das Essen als erlaubte Lust, um das Verhältnis von Gesundheit und Genuss, die unterschiedlichen Essgewohnheiten der beiden Geschlechter, um Geschmackserziehung und Geschmackskultur, um guten und schlechten Geschmack in der ästhetischen Praxis.
Das Spektrum der Autorinnen und Autoren reicht vom Äshtetik-Professor über Kulturhistoriker, Volkskundler, Psychologen, Soziologen, Kunstkritiker, Literaturwissenschaftler bis zum kulinarischen Journalisten.
Inhaltsverzeichnis
- Guter Geschmack – Schlechter Geschmack Hierarchien der ästhetischen Praxis
- Das „kluge Tier“ kann und muss schmeckend unterscheiden
- Geschmack ist die Fähigkeit, Wahrnehmungen in vielen Bereichen kenntnisreich unterscheiden zu können
- Hunger: Appetit und Nahrungssuche
- Verfeinerung und Präzisierung der Suchkriterien als intellektuelle Leistung
- Das Großhirn generalisiert die Erfahrung einer großen Bereichsvielfalt von Unterscheidungskriterien
- Schlechter Geschmack ist fehlende Kenntnis über die Vielzahl anzuerkennender Kriterienbereiche des Unterscheidens
- Fundamentalismus als schlechter Geschmack
- Der Fundamentalismus hat uns die Produktivität von Ablehnungskriterien, von Kriterien „ex negativo“ gelehrt
- Mondrian auf der Shampoo-Tube – schlechter Geschmack?
- Wer unterscheidet, macht das Unterschiedene bedeutsam und wertvoll
- „Ex negativo“: Der Lügner ist intensiver auf die Wahrheit bezogen als der Nichtlügner
- Was sagt uns unser Ekel vor fremdartigen Nahrungsmitteln?
- Wie komme ich zur Kenntnis von Unterscheidungskriterien, die gesellschaftlich verbindlich sind? Chancen und Risiken individualistischer Abweichungen
- Mögliche Träger ästhetischer Kompetenz
- Beispiele aus dem Gebrauchsgeräte-Design unter dem Gesichtspunkt von Kriterien des Unterscheidens „ex negativo“
- Zusammenfassung und Schluss
