Vaterlandslose Gesellen: Wir schrecklichen Kinder der immer nur neuen Zeit

Das anti-genealogische Experiment der Moderne - mit Peter Sloterdijk, Wolfgang Ullrich, Beat Wyss und Bazon Brock

Peter Sloterdijk: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit | Frankfurt/M.: Suhrkamp, 2014.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Ort:

Denkerei
Oranienplatz 2
10999 Berlin
www.denkerei-berlin.de

Anmeldung bitte bis 16.11.2014 an:
bazonbrock@bazonbrock.de

Beat Wyss, Wolfgang Ullrich und Bazon Brock werden am Buß- und Bettag in der Denkerei im Gespräch mit Peter Sloterdijk eine Ausfaltung von dessen jüngstem Manifests Die schrecklichen Kinder der Neuzeit (Suhrkamp, 2014) zu bieten versuchen.

Bisher wurde in den Besprechungen kaum mehr als die Prominenz des Autors beraunt. Das heikle Thema Sloterdijks blieb verständlicherweise unerörtert. Es geht um permanente Palingenesie, die ständige Wiedergeburt aus der Verirrung:

Sünder, Kriminelle und Bastarde machen Geschichte, indem sie sich weigern, aus den Resultaten ihrer Taten zu lernen. Der wahre Fortschritt der gesellschaftlichen Entwicklung entsteht aus der Sühne der Verbrechen jener Tätertypen.

Im Zentrum des Gesprächs soll deshalb der Begriff der Palingenese in der katholischen Variante der Genealogie der Ursünde stehen.

Es soll gezeigt werden, dass die Varianten dieses Modells in der Anthropologie, in der Kulturgeschichte, in den nicht-christlichen Theologien sowie die des Anciennitätsprinzips in der Einheit von Genesis und Geltung (Adel!) als Basis allen evolutionären Denkens gelten können.