Schöpfer der zweiten Natur

Der Mensch im Anthropozän

Schöpfer der zweiten Natur. Der Mensch im Anthrpozän | Hrsg. von Arno Bammé. Marburg: Metropolis, 2014.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Der geochronologische Begriff des Anthropozäns, des Menschenzeitalters, wurde von dem Nobelpreisträger für Chemie, Paul Crutzen, geprägt. Er wollte damit ausdrücken, dass die Menschheit selbst inzwischen zu einem geologischen Faktor geworden ist. Wenn vom Anthropozän in einem sozialwissenschaftlichen Sinne gesprochen wird, kann nur ein Soziotop als Weltgesellschaft gemeint sein, das sich heute auf dem Raumschiff "Erde" zu konstituieren beginnt. Die Einheit dieser Weltgesellschaft wird durch Technologie hergestellt und sie wird technologisch geprägt sein. Die Zukunft des Raumschiffs "Erde" ist deshalb, wenn überhaupt, als ein riesiger Produktionsprozess, als eine Art "Weltfabrik" vorstellbar. Auch wenn vor dem Hintergrund dieser sich abzeichnenden Synthese einzelne Sozialwissenschaftler darauf hingewiesen haben, dass der in der griechischen Philosophie wurzelnde abendländische Dualismus, der scharf zwischen der Natur auf der einen und der Gesellschaft auf der anderen Seite trennt, obsolet geworden ist, pflegen die Sozialwissenschaften in ihrem Mainstream ihre antinaturalistische Attitude und halten am überkommenden Dogma fest, soziale, kulturelle und moralische Tatsachen seien eine Realität sui generis. Indem sie sich an einem überholten Forschungsparadigma orientieren, verharren sie in einem selbstgeschaffenen kulturalistischen Ghetto und ignorieren nicht nur den Erkenntnisstand der zeitgenössischen life sciences, sondern liefern zugleich ein Lehrstück dafür, wie ein tradiertes Selbstverständnis, das historisch durchaus seine Berechtigung gehabt haben mag, an einem bestimmten Punkt seiner Entwicklung zur Selbstfesselung wird.
Die Beiträge des Buches gehen zurück auf ein Symposium in Bazon Brocks Berliner Haus der DENKEREI, das im Mai 2014 stattfand. In ihnen wird erstmals ein dezidiert sozialwissenschaftlicher Zugang aus Sicht unterschiedlicher Disziplinen erarbeitet. Mit Beiträgen von Arno Bammé (Klagenfurt), Bazon Brock (Wuppertal/Berlin), Wilhelm Berger (Klagenfurt), Günter Ropohl (Frankfurt am Main), Christian Lauk (Wien), Renate Hübner (Klagenfurt), Christian Schwägerl (Berlin), Ingrid Reschenberg (Klagenfurt), Matthias Wieser (Klagenfurt), Tanja Paulitz (Aachen).

Seite im Original: 205

Prometheische Scham

Habent sua fata libelli – dass auch Bücher geschichtlichen Kräften unterworfen sind wie beispielsweise der Einwirkung von Wetter, der barbarischen Zerstörung von Bibliotheken oder kulturell-religiösem Paradigmenwechsel, ist zwar beklagenswert, aber eine geradezu grundlegende Einsicht für das Verfassen von Büchern. Denn, „Wer schreibt, der bleibt“, heißt ja nicht, dass im Geschriebensein das Bleibende der Bücher liegt, sondern in ihrer Wirkung, eben in ihrem fatum - das heißt, in ihrer Aneignung durch Dritte, die nicht darauf aus sind, die Meinung der Autoren zu propagieren, sondern sich deren Leistung ohne Rücksicht auf das ursprünglich Gemeinte zu bedienen.
In der Gegenwart entwickelt kaum ein Begriff eine so nachhaltige Wirkungsgeschichte wie der des Anthropozän. Die sich unter diesem Begriff formierenden Bücher mögen so geistreich und erkenntnisstiftend sein wie nur denkbar. Übrig bleibt für die Gerüchteverbreitung von Wissenschaft im öffentlichen Diskurs doch nur die Behauptung, rund vier Milliarden Jahre erdgeschichtliche Evolution seien überboten worden von zweitausend Jahren geistesgeschichtlicher Prägekraft. Geprägt wird die Prognostik der weiteren Entwicklung von der Annahme, es käme für die Zukunft der Erde im wesentlichen auf die Menschen an und ihre Einwirkung auf die Natur. Wenn man Natur als die Gesamtheit der Faktoren erdgeschichtlicher Entwicklung begreift, verbietet sich der Triumphalismus anthropozentrischen Denkens. Denn wie immer wir auf die Natur einwirken, das Resultat wird keineswegs von den Menschen erzielt, sondern von der Geltung der Naturgesetze, die gerade nicht menschlicher Willkür unterliegen. Die pathetische Rede vom Anthropozän legt nahe, Menschen als Beherrscher der Natur sehen zu wollen. Das ist eine groteske Verkennung der Tatsache, dass wir mit keiner menschlichen Wirkmacht die Naturgesetze aufheben können, es sei denn, man glaubte irgendetwas gewonnen zu haben, wenn man die Hegelsche Dialektik zum Begriff Aufhebung bemüht.
Jede verantwortungsvolle Orientierung auf die Kennzeichnung zukünftiger Erdgeschichte als einer vom Menschen gemachten ist grundsätzlich falsch und darin ideologisch gefährlich, weil die Naturgesetze ihren Geltungsanspruch nicht nur am Ende des Endes, sondern mit jedem kleinen Zwischenresultat bestätigen. Es kann keine Rede davon sein, dass im Anthropozän für die zukünftigen Entwicklungen prinzipiell andere Wirkmächte gelten als in der bisherigen Erdgeschichte. Bei allem Verständnis für die Sehnsucht nach latenter Selbstüberhöhung der Sterblichen kann die Ideologie der menschengemachten Welt nur als noch gefährlicher angesehen werden, als alle bisherigen Annahmen der gottgemachten Welt es waren. Welche Ironie, immerhin intellektuell stimulierende Ironie, kennzeichnet die Selbstbeweihräucherung von angeblichen Aufklärern, die zutreffend das Desaster der mythologisch-religiösen Weltanschauungsmacht beklagen, aber nicht merken, dass sie mit der Rede vom Anthropozän eben solcher Weltanschauungsmacht pseudowissenschaftlicher Prägung unterliegen!
Diese Verblendung von Wissenschaftsgläubigen ließe sich gut an Wissenschaftskabarettisten verfüttern, wenn nicht inzwischen gigantische ökonomische Interessen und Politikergeblase sich der Ideologie des Anthropozäns bemächtigt hätten. An der Geschichte der Entwicklung von Alternativenergien in der BRD lässt sich trefflich zeigen, dass die Etablierung von Millionen Windkrafträdern im Namen der Rettung der Landschaft tatsächlich ihre Zerstörung bedeutet. Auch da hilft keine Dialektik. Die Etablierung der alternativen Windenergie ist nichts als ein gigantisches Geschäft. Das ließ sich durchsetzen, weil die steuerliche Enteignung von Bürgern mit der Versicherung akzeptabel gemacht wurde, sie sorgten mit ihrem Geldopfer für die Heilung der Natur als unserem Lebensraum.
Aber nicht nur wissenschaftlich ungebildete Bürger ließen und lassen sich der Ideologie des Anthropozäns unterwerfen. Selbst die Angehörigen der höchstrangigen Wissenschaftlerkaste, die als Physiker und Mathematiker im Forschungsheiligtum Jülich ihre Allmachtsphantasien spazieren führen, kippten den atomar strahlenden Müll, die Rückstände ihrer Spielchen, bedenkenlos in die Asse. Dieses Erdloch war keineswegs für jene Ablagerungsform geeignet, die die Herren für die Entsorgung wählten: Abfüllen in Fässer, also bessere Konservendosen, und weg damit – aus den Augen, aus dem Sinn!
Wieso, wenn nicht durch ideologische Verblendung, wird solchen angeblichen Wissenschaftlern Verfügungsmacht über öffentliche Gelder zugestanden? Jeder denkbare Nutzen würde doch durch einen derartigen Umgang mit den Voraussetzungen der Arbeit zuschanden gemacht.
Man muss bei dem vorauszusetzenden intellektuellen Vermögen dieser Tätertypen, deren Stammväter vom Giftgas-Haber über Hiroshima-Oppenheim bis zu Tschernobyl-Apparatschiks die Ruhmeshalle der Anthropozän-Ideologie schmücken, annehmen, dass ihnen die hier kabarettistisch beleuchteten Sachverhalte durchaus bekannt sind. Man darf auch voraussetzen, dass diese Täter nicht aus krimineller Energie ihre Weltmission verfolgen. Gestützt auf manche autobiografische Entsühnungsgeste kann man zu ihren Gunsten annehmen, dass sie ihre wahrhaft übermenschliche Wirkkraft mit prometheischer Scham erfüllt – dass sie also leiden wie einst Prometheus.

Herausgefordert, mit dem herkömmlichen Werkzeugkasten der Begriffe ein Modell von Moderne als einer permanenten Entsühnungsfeier zu entwickeln, in das sich die Folgen der jüngsten avancierten Technokatastrophen einstellen lassen, müssten die Giganten ihre Scham bekennen, den Propheten zu spielen. Sie entwickeln daraus bestenfalls eine Form der experimentellen Geschichtsschreibung, für die sie sich auf das epistemologische Konzept des Präsentismus berufen können. Der Ausgangspunkt für die Theorie des Präsentismus ist die Beobachtung, dass alle Geschichte von jeweils Lebenden in ihrer je konkreten Zukunftserwartung geschrieben wird.
Die Unterwerfung unter das absolute Präsens (Karl Heinz Bohrer) ist mit großen Risiken verbunden, die vorbehaltlos einzugehen eben jene Schamhaftigkeit der Prognostiker nahe legt; denn für den Präsentismus ist nicht nur die Vergangenheit ein Konstrukt der je einmaligen Gegenwart, sondern auch die Zukunft. In der Zukunftserwartung kann man gleichermaßen beschämend kleingläubig und ängstlich wie beschämend bedenkenlos und mutwillig optimistisch sein. Wenn sie ihre Scham oder die Beschämung durch die Konzepte der Kollegen aber in Rechnung stellen, zieht das unweigerlich die Einschränkung des Geltungsanspruchs ihrer Wirkungsabsichten nach sich.
Die prometheische Scham der Gestalter der modernen Welt sollte sich einstellen, sobald sie sehen, was aus ihren guten Absichten und elaborierten Konzepten wurde, nachdem sie verwirklicht worden waren. Sie äußerte sich in Rechtfertigungsversuchen wie der tatsächlich zutreffenden Konstatierung: ‚Das haben wir nicht gewollt.‘ Dieses Eingeständnis versöhnt dann doch mit den prometheischen Heroen der Wissenschaftsgläubigkeit wie auch mit denen des real existierenden Sozialismus, der antiautoritären Erziehung, der Multikultur und ähnlichen Projekten anthropozentrischer Ideologie.
Der historischen Anleitung gemäß müsste man aber nicht nur die prometheische Scham bemühen, sondern auch die epimetheische Verantwortung für die eigene ideologische Verblendung. Im Nachhinein herauszufinden, wodurch etwas schiefgelaufen ist, macht nur dann einen Sinn, wenn man diese Erkenntnis für prometheische, also zukünftige, Projektmacherei zu berücksichtigen gedenkt. Berücksichtigen bedeutet höchstens, dass man die Bedenken in Anschlag bringen will; ob sie auch greifen, bleibt offen. Man kann aus Erfahrung klug werden, aber nicht für die spätere Anwendung der Erfahrung garantieren. Außerdem lässt sich mit Blick auf die Auswirkungen auf das reale Leben nicht ein genereller Vorbehalt anmelden, die Experimente sollten unter der Bedingung der Widerrufbarkeit ihrer Konsequenzen verantwortet werden. Was kann dann noch Erfahrung aus real verlaufenden Experimenten bedeuten? Kann man überhaupt im sozialen, politischen beziehungsweise ökonomischen Leben experimentieren, wenn sich die Folgen eines Experiments anders als im Labormodell nicht rückgängig machen oder aufs Experiment beschränken lassen?
Gegenwärtig erprobt die Bildungspolitik die zigste Variante der Schulreform, als könnte man die unerwünschten Folgen der vorausgegangenen Reformen der Reformen für nicht wirksam erklären. Schüler, die durch die als ungeeignet befundene Form geschädigt wurden, können ihre biografische Fehlentwicklung jedoch nicht im Nachhinein korrigieren. Wie kann man also die nächste Reform verantworten, wenn man von ihr doch weiß, dass ihr eine übernächste folgen wird usw.? Ganze Generationen von Schülern und Studenten als Versuchskaninchen zu betrachten, verbietet der Respekt vor der Würde der Individuen.
Wer heute hinsichtlich der Wirkung auf das Leben der Menschen von Experimenten spricht, möchte wissenschaftliches Selbstverständnis für sein Tun reklamieren, denn Wissenschaftler experimentieren notwendigerweise. In der realen Lebenssphäre können aber gerade solche Experimente nicht verantwortet werden. Es sei denn, man setzte das Experimentieren mit Getreidesorten, Bakterien oder toter Materie dem Arbeiten mit Menschen gleich, wie es die Sozialdarwinisten und ihre politischen Nachäffer tun. Heutiger Höhepunkt sind sicherlich die humangenetischen Experimente.
Ebenso wenig wie uns der Hinweis auf die Dialektik aus der Bredouille hilft, vermögen das die Luhmannschen Paradoxien. Da lacht zwar die Koralle, wenn an einem einsamen Telefonhäuschen die Anweisung lautet: ‚Im Falle einer Störung dieses Telefons rufen Sie bitte folgende Nummer an...’; Romantische Ironie, Thomas Mannsche Ironie oder der allseits gepflegte Zynismus von den Herren der Verfahren zielen jedoch auf nicht tröstenden Trost, wenn sie per Analogiezauber aus dem ‚learning by trying’, ‚learning by buying’ oder ‚learning by crying’ das ‚learning by dying’ folgen lassen, als gäbe es für die Magie der sich steigernden Entwicklungsschritte keine Grenzen.
In guter Erinnerung sind die Fortschrittsfeiern zur Einführung der Produzentenhaftung oder generell des sogenannten Verursacherprinzips. Abgesehen davon, dass weder eine Erkenntnishaftung (für Wissenschaftler) noch eine Gestaltungshaftung (für Künstler) oder gar eine Konsumentenhaftung durchgesetzt wurde, war durch die Aufhebung des klassischen Aristotelischen Begriffs der Ursache in den avancierten Wissenschaften die Zurechenbarkeit von Verursachung unmöglich geworden. Zuvor hatte sich bereits am Beispiel der Ärztehaftung gezeigt, dass Kunstfehler in der Vielzahl der Fälle keine Konsequenzen nach sich ziehen, weil sich keine Gutachter finden, die ihren Kollegen den Kunstfehler nachweisen wollen. Hat man je etwas Eindrückliches über die Inanspruchnahme von Managerhaftung gehört oder gelesen, obwohl man doch ständig über das Versagen der Autokraten des Investmentbanking, der Hedgefondsgeschäfte oder der Vermögensverwaltung informiert wurde? Wo liegt das Problem, jenseits von Macht- und Mutwille? Neurochirurgen geben das Beispiel: Hatten sie ihre Kunstfehler eingestanden, erhöhten sich die Beiträge für ihre Haftpflichtversicherung derart, dass sie sie durch eigenen Verdienst aus der chirurgischen Tätigkeit nicht mehr decken konnten. Konsequenz: Reihenweise schlossen in den USA Neurochirurgen ihre Praxen oder beendeten ihre Tätigkeit in Krankenhäusern. In Deutschland hörte man wochenlang von Hebammen, die mit ihrer noch so nachgefragten Tätigkeit nicht genügend verdienten, um ihre Haftpflichtversicherung zu bedienen. Ohne gültige Haftpflichtversicherung ist es ihnen aber nicht erlaubt, zu praktizieren.
Irrsinnigkeiten, Aporien, Mutwille oder Machtgeilheit werden nicht dadurch gemildert, dass man sie demokratisch legitimiert. Wenn der Bundestag mit noch so großer Mehrheit den Versicherungsunternehmen erlaubt, nachträglich die Verträge mit ihren Klienten zu eigenen Gunsten zu verändern, die Klienten aber gezwungen werden, die eingegangenen Verträge strikt zu erfüllen, dann verstößt das gegen Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit nach dem Prinzip ‚Macht setzt das Recht’. Auch legalisierte Kriminalität ist Kriminalität, die nicht dadurch legitimiert wird, dass sie weiterhin gegen illegale Kriminalität vorzugehen behauptet.
Die Begriffskarriere des Anthropozäns belegt auf der Mikro- wie auf der Makroebene, dass das Anthropozän nichts anderes ist als eine zeitgemäße Anrufung der Macht des Schicksals. Auch Wissenschaftler müssen langsam verstehen, dass Wissen nicht vor Dummheit schützt. Das mag man tragisch nennen – und in der Tat wurden ja die Habers und Oppenheimer von der Aureole tragischer Größe umhüllt. Je nachdrücklicher wissenschaftliche Autorität für die Diagnose „Anthropozän“ in Anspruch genommen wird, desto deutlicher ist die Absicht zu erkennen: Es geht um Entlastung von Schuld durch die Aufhebung des Verursacherprinzips und der Zurechenbarkeit von Verantwortung. Natürlich wird Schuld sanktioniert und Verantwortung eingefordert, aber leider lassen sie sich dank der akribischen Methoden wissenschaftlichen Argumentierens nicht mehr durchsetzen. Man hält sich schadlos mit der Verurteilung von Tätern, deren Taten – wie Ladendiebstahl, Hooliganprügeleien, ja selbst Beziehungsmorde – für die soziale Evolution keine Folgen haben.
Nach der Weihe der Siegespforten auf der Akropolis in Athen, um die schier unglaubliche Widerstandskraft der hellenistischen Ministaaten gegen die Weltgeltung des Persischen Reiches zu feiern und die Kraft generierende Selbsterhöhung der Hellenen in gesteigertes Selbstbewusstsein zu überführen, verkündete Sophokles: „Ungeheuer ist viel, aber nichts ist so ungeheuerlich wie der Mensch.“ Was sollte das heißen angesichts der Siege bei Salamis, der Stärke des attischen Seebunds, der künstlerischen und ökonomischen Blüte Attikas? Sophokles warnte vor der simplen Logik, die Hellenen könnten sich jetzt zu Herren ihres Schicksals machen. Sich etwas als Zeichen der Erwähltheit und des Verdienstes zuzurechnen feit nicht gegen geschichtliche Entwicklungen, die schnell den Sieg in die Niederlage verkehren können.
Die Rede vom Anthropozän ist die Niederlage pathetischer Bestimmungsversuche des Weltlaufs durch den reinen wissenschaftlichen Geist. Durch seine Wirkungsmacht ist dieser Geist aber nicht nur befleckt, sondern zuschanden gemacht geworden.