Theatrum Sacrum – Zur Inszenierung des Sakralen im Barock

Mit Benjamin Leven (Trier) und Bazon Brock

Jesuitentheater Marienmünster Dießen - Hochaltar (Theatrum sacrum): Christus am Ölberg
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Ort: 

Denkerei
Oranienplatz 2
10999 Berlin
www.denkerei-berlin.de

Die barocke Religiosität kennt zahlreiche Ausdrucksformen katholischer Liturgie und Frömmigkeit, in denen sich religiöse Riten mit Elementen theatraler Inszenierungen verbinden. Der Kirchenraum wird in der barocken Architektur zum „Theatrum“, in dem sich die religiösen Zeremonien entfalten. Die Liturgie und die Frömmigkeitspraxis der Barockzeit entstehen aus einem Zusammenspiel von Gesten und Bewegungen, unterschiedlichen Sprechakten, Gesang und Instrumentalmusik, sakralen Objekten und Textilien, temporären szenischen Installationen und figürlichen Darstellungen. Der Vortrag erkundet die Strategien sakraler Inszenierung anhand von konkreten Beispielen wie dem Quarant'Ore-Gebet, dem Totengedächtnis an Allerseelen und dem Kreuzweg.

Benjamin Leven wurde 1981 in Bonn geboren. Er studierte katholische Theologie sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Berlin, Utrecht und Rom. An der Graduiertenschule für die Geisteswissenschaften der Universität Würzburg promovierte er 2012 zum Dr. phil. mit der Arbeit „Liturgiereform und Frömmigkeit. Prozessionen und Andachten im Bistum Würzburg 1945-1975“. Benjamin Leven ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Liturgischen Instituts Trier und Schriftleiter der Zeitschrift „Gottesdienst“.