Islam heißt nicht Salam

Streifzüge durch die muslimische Welt. Ein Lesebuch

Manfred Schlapp: Islam heißt nicht Salam. Streifzüge durch die muslimische Welt. Ein Lesebuch | Zürich: Offizin, 2014.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Was sich in jüngster Zeit in der muslimischen Welt abspielt, hat mittlerweile selbst professionelle Schlafmützen aus ihrem Dornröschenschlummer geweckt. Der Autor Manfred Schlapp, ein ausgewiesener Kenner des Islam, hat die aktuellen Entwicklungen bereits in seinen Vorlesungen über die muslimische Welt vorausgesagt, die er in den Jahren 2009–2012 an der von Peter Sloterdijk geleiteten Hochschule zu Karlsruhe hielt. In seinem Buch «ISLAM heisst nicht SALAM» spannt der Autor einen weiten Bogen. Kenntnisreich gibt er einen umfassenden Überblick über die muslimische Welt von ihren Anfängen bis heute, um dann ausführlich auf die aktuellen Ereignisse einzugehen. Bei seinen Ausführungen stützt er sich auf den Koran, den er im Original zu lesen gelernt hat, und untermauert seine Darstellungen mit entsprechenden Koranversen. Das ergibt ein spannendes Mosaik, das zu überraschenden Einsichten führt.

Seite im Original: 9

Nur wer die Kraft seiner Gegner anerkennt, wird ihnen größten Respekt zollen!

Vorwort

Die Kanzlerin hat ihre durch Kenntnislosigkeit gestützten Machtphantasien in ein politisches Konzept gefügt und verkündet, dass Deutschland das Potential habe und nutze, die verschiedenartigsten Erfahrungen und kulturellen, sprachlichen, religiösen Prägungen von Menschen aller Weltregionen im „tollen Integrationsland“ [BRD] zu befrieden. Beweis: Die Wiedervereinigung der Deutschen seit 1989 – eine erhellende Parallele, die die Kanzlerin da zieht. Die DDRler waren also in Merkels Augen den BRDlern so fremd wie Ghanesen, Syrer oder Afghanen.
Dieses Bekenntnis erklärt viele Irrsinnigkeiten in den Machenschaften der Kanzlerin, weil sie eben aus der ganz anderen Welt kam und nun über die angeblich so überlegene Bundesrepublik triumphiert, die in den Augen der Fremden – also den Merkelaugen – ein paradiesischer Selbstbefriedigungsladen ist, in den man sich nur hineintrauen müsse. Denn den Fremden gehe es ja um nichts anderes als um den Zugang zum befriedeten Dasein als Shoppen und Ficken. Die Religion, welch ein Schmarrn, wie die Kommunisten in der DDR wussten! Und die Montagsgebete? Ein Hit westlicher Agenten! Und selbst denen, die noch naiv an Gott glauben und striktem Ethos folgen, werde bald das weltanschaulich genährte Feuer des Eigenwillens ausgeblasen.
Nun gilt als Maxime Merkelscher Politik: Lasst sie nur kommen, wir werden schon mit ihnen fertig, indem wir sie integrieren. Merkel kennt sich aus in den entsprechenden Vorgehensweisen: Die Macht der Willkür siegt immer, wenn auch auf verschlungenen Wegen, über die Gesetzestreue. So etwas kann man nur akzeptieren, wenn man etwa vom Koran und seiner Weltherrschaftsperspektive keine Ahnung hat. Man liest in jenen Kreisen nicht den Koran, man würdigt ihn keines Blickes oder gar der Nachdenklichkeit; man schwadroniert über die Offenbarung des Wortes Allahs wie über Maastricht-Verträge oder EZB-Beschlüsse.
Aber die selbstzufriedene Behauptung, Kapitalismus und Pornografie würden auch die rigidesten Fundamentalisten in die Knie zwingen, basiert auf Wunschblasenbildung bei Leuten, die alle anderen für so korrupt, so opportunistisch und so ignorant halten wie sie es selber sind. Mutti liebt alle! Und deswegen opfert sie dem Geist des Kapitalismus ihre Kinder – wie einst die Mütter ihre Liebsten dem Führer oder Vaterland darbrachten. Woher solcher Aberwitz?
Es war stets Ausweis der strategischen Intelligenz von Machtpolitikern oder religiös-kulturalistischen Fundamentalisten, gutbrüderlich zu meinen, jedermann werde doch lieber zu ihrem Bekenntnis konvertieren als wegen einer Frage der kulturell-religiösen Identität Lebensgefahr oder Luxusverzicht oder partielle Berufsverbote zu riskieren. Jetzt bestätigen Amerika und Europa die Überlegenheit solcher Strategien. Sie gewähren selbst Fundimachos oder Kulturmafioten im Pathos ökonomischer Sachzwanglogik (genannt Globalisierung) den Genuss, über die selbstbeschränkten Demokratien mit deren eigenen Mitteln zu siegen – endlich, nach Jahrhunderte dauernden Versuchen, die so überlegene Welt des Westens für den Islam zu gewinnen.
Wir sollten den Triumph nachempfinden, der jeden Moslem heute zu Erhabenheitsgefühlen stimuliert: Nicht Sozialismus/Kommunismus, nicht Faschismus und Nazi-Doktrin haben die historische Leistung vollbracht, die jetzt dem Islam gelingt, nämlich die Welt [bzw. Europa] einem einzigen Gebot, nunmehr dem Gebot des Koran zu unterwerfen. Was für ein Gefühl der Überlegenheit muss etwa IS-Kämpfer erfüllen, welcher Siegeswille entsteht durch das Gebot, die Feinde Gottes zu bekehren oder zu töten? Dagegen sind die Hollywoodversuche, mit 007 die Lizenz zum Töten als legale Kriminalität zu ermöglichen, ein Kinoschmarrn.
Aber ist das noch eine große Leistung, verehrte Moslems, eine selbstvergessene Horde von Pommesfressern ohne jede historische Kenntnis, ohne religiöse Bindung, ohne Dankbarkeit für das konsumeristische Glück, das ihnen der Schutzschirm des Ost-West-Konflikts bescherte, so gut wie besiegt zu haben? Eure Verachtung für die moralisch Verkommenen, Demokratie heuchelnden Doppelzüngler, die ihr eigenes Treiben als bloßes „Westspiel“ kennzeichnen, sollte doch den Triumph des endlichen Sieges mildern oder gar schal werden lassen, gerade wenn solche eigentlich todeswürdigen Affen- und Schweineabkömmlinge konvertieren. Beschmutzen sie nicht eigentlich mit einer opportunistischen Bekehrung den Islam oder beweisen sie die endliche Allgüte Allahs?
Und, so geben wir zu bedenken, was kommt nach dem totalen Sieg? Der Kampf der Schiiten gegen Sunniten, Alaviten, Sufi ...? Geht dann alles für euch von vorne los? Der Koran hat es verkündet. Man muss ihn nur endlich ernst nehmen, wie es die gottesfürchtigen Islamisten im Bewusstsein der Wahrheit des Korans so folgenreich tun. Jeder kann im Koran mit größtmöglicher Verbindlichkeit erfahren, was uns blüht, den Gläubigen wie den Ungläubigen. Die Koranspenden in den deutschen Innenstädten sollte jedermann endlich nutzen. Papier ist, gegen den Glauben der Westspieler, ganz und gar nicht geduldig – es kommt darauf an, was auf dem Papier zur Erscheinung kommt.
Die Westspieler glauben, dass man den Koran ebenso wenig zu würdigen habe wie das Grundgesetz, die Parteiprogramme, die Bekenntnisse zum christlichen Glauben oder zur reinen Wissenschaft. Wie man dergleichen erledigt, haben sie glänzend bewiesen! „Politisch Verfolgte genießen Asyl“? Alles im Leben ist schließlich politisch bestimmt, die Kriminalität, die Asozialität, der Sexismus, der Rassismus etc. Also kann jeder sich politisch verfolgt fühlen und in der BRD Aufnahme verlangen, um gerade damit die grundgesetzliche Bestimmung außer Kraft zu setzen. Solche Zerstörung hat bisher keine islamische Invasion erzwungen, sondern die lustvoll zerstörerischen Westspieler, die vorsorglich sich auf die Seite der wahrscheinlichen Sieger schlagen wollen!
Was riskieren die schon mit ihrer Sabotage des Grundgesetzes und der Verfassungstreue? Jedenfalls nichts im Vergleich zu jenen Strafen, denen sie im Falle des Sieges des Islam als Feinde Allahs ausgesetzt wären?
Albert Camus hat solches Kalkül schon im Algerienkrieg als entscheidend für das Verhalten von opportunistisch vorauseilender Unterwerfung erkannt. Frau Merkel erhebt das jetzt zu ihrer Politik-Doktrin in unüberbietbarer Logik: In Deutschland herrscht der Islam, weil es schon lange nicht mehr christlich ist – weder rechtstaatlich verpflichtet noch demokratisch legitimiert. Also bleibt nichts anderes übrig als die Schlussfolgerung: Der Islam prägt Deutschland. Endlich hat die Politik wieder eine Form der Bestimmtheit, nämlich in Übereinstimmung mit dem absehbaren Weltlauf zu sein – einem Weltlauf, den weder Ochs noch Esel aufhalten kann, was Frau Merkel in Jugendzeiten lernte.
Welch’ aktueller Treppenwitz der Weltgeschichte: Der Islam siegt nach 1300-jährigem Kampf über die Westspieler (früher Kreuzzügler genannt); er siegt, weil im Westen kaum jemand sich verpflichtet fühlte, den Koran in seinen unmissverständlichen Aussagen ganz und gar ernst zu nehmen. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Der Hochmut gegenüber dem Islam ist ein völlig würdeloses Verhalten. Doch bekanntlich nützen selbst die bewährtesten Weisheiten den Dummköpfen nichts. Tolle lege – nimm und lies! Mit dieser ältesten westlichen Maxime bietet uns Manfred Schlapp mit seinem Lesebuch zum Koran die Gelegenheit diese Weltmission entsprechend ihrer Selbsteinschätzung aufs Äußerste zu würdigen.