Die Stimme als Organ der Selbstübergipfelung

Mit Sigrid Weigel (Berlin) und Bazon Brock

Alexander Rodchenko: Portrait von Lilya Brick für das Werbeplakat 'Knigi', 1924
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Ort: 

Denkerei
Oranienplatz 2
10999 Berlin
www.denkerei-berlin.de

Singend erst gelingt uns der Überstieg aus dem eigenen Körper in die Welt. Möge uns aufgehen, welche grandiose Vermittlung von Denken und Sprechen in actu die Stimme zu leisten vermag.

Die kultisch-liturgische Lizenz zur Selbstübergipfelung in allen Kulturen verweist auf die Bedeutung des Singens als Form der Selbstranszendierung. Die einzigen heute allgemein in Europa akzeptierten Liturgien demonstrieren Opern und Rockkonzerte.

Sigrid Weigel und Bazon Brock fragen sich, ob in der historischen Parallelentwicklung der Oper zu den verschiedenen dramatischen Verfahren der Selbstübergipfelung von Kriegern, Fürsten, Künstlern, Erfindern und Entdeckern ein Psychomechanismus aktiviert wird und auf welche Weise wir ihn zu erfassen vermögen.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Sigrid Weigel ist Direktorin des Zentrums für Literaturforschung (ZfL), Berlin. Sie ist Vorsitzende der Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin, Professorin am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin. Darüber hinaus leitet sie Forschungsprojekte zur Epistemischen Rückseite instrumenteller Bilder, zur Neuro-Psychoanalyse, zur Poetologie und jüdischen Philosophie, zum SchädelBasisWissen, zur Susan Taubes-Edition und zur Zeugenschaft.

http://www.zfl-berlin.org