Monstranz und Demonstranz: Die Kunst des Zeigens

Mit Bazon Brock, Thomas Huber, Wolfgang Ullrich und Lambert Wiesing

Thomas Huber: Art Parade | Öl auf Leinwand, 3-teilig, 2005.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Ort:

Denkerei
Oranienplatz 2
10999 Berlin
www.denkerei-berlin.de

"Das Zeigen von Kunst hat sich nach meiner Erfahrung als bildender Künstler zugespitzt. Der Zugang zur öffentlichen Aufmerksamkeit wird zunehmend durch den hochpreisigen Kunstmarkt bestimmt. Die Zeigebedingungen für Bilder auf Messen sind jedoch denkbar ungünstig. Trotzdem sind sie der begehrteste Ort heute Kunst öffentlich vorzustellen. Die meisten Künstlerinnen und Künstler sehen den Sinn ihrer Arbeit vorrangig darin ihre Sachen zu zeigen und nicht Werke vorerst einfach zu machen. Zeigen und Gesehenwerden sind die höchsten Ziele jeder künstlerischen Anstrengung. Die sozialen Medien bieten diesen Bedürfnissen ganz neue Plattformen. Die herkömmlichen Zeigeorte, die Museen, geraten im Wettbewerb um Aufmerksamkeit unter Druck. Die Autorschaft des Gezeigten verschiebt sich vom Künstler zum Kuratoren und Sammler. Die Orte für das Zeigen haben sich verändert oder auch verschoben. Die Aufmerksamkeit - die Voraussetzung für das Zeigen -, ist ein beschränkter Luxus. Für mich persönlich gehören Zeigen und Verbergen in eins. Bilder erschöpfen sich nicht im Sichtbaren." (Thomas Huber)