16. Wirtschaftssymposium an der Humboldt Universität zu Berlin

Facetten der Macht – welche Kräfte treiben unsere Gesellschaft?

Humboldt-Forum Wirtschaft e.V.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Das Humboldt-Forum Wirtschaft e.V. ist eine studentische Initiative, die im Jahr 2000 gegründet wurde und seitdem jährlich ein Wirtschaftssymposium an der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert.
Das Symposium befasst sich interdisziplinär mit ökonomischen Themen, die einen gesamtgesellschaftlichen Bezug haben. Den Anstoß geben Jahr für Jahr aktuelle wirtschaftliche Probleme, die an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert werden.

Das 16. Symposium des Humboldt-Forum Wirtschaft mit dem Titel “Facetten der Macht” findet am 1. Juni 2016 statt. Das Streben nach Macht ist dem Menschen ein unüberwindbares Verlangen oder, wie schon der französische Schriftsteller André Malraux formulierte: „Mit der Macht kann man nicht flirten,
man muss sie heiraten.“
Fällt die Macht in die richtigen Hände, eröffnet das gesellschaftliche Chancen, gerät sie hingegen in die falschen, hat das fatale Folgen. Und so gilt es, das stete Konkurrieren diverser Akteure um eine Vormachtstellung in den verschiedensten Konstellationen zu beobachten, denn Macht lässt sich nicht einfach dauerhaft vergeben. Auf dem Arbeitsmarkt zum Beispiel bedeutet das Dogma von “Effizienz und Kostenersparnis” vielfach Automation und die Verdrängung des Menschen als Arbeitskraft. Und nicht nur der sinkende Einfluss der Arbeitnehmer hat politische Implikationen: Jeder Markt wird von seinen
mächtigsten Teilnehmern geprägt, mitunter so, dass staatliche Intervention notwendig wird, um die effiziente Verteilung von Ressourcen entgegen entstehender Marktmacht zu sichern. Darüberhinaus kann der Staat zur Wohlfahrtssteigerung auch das eher private individuelle Entscheidungsverhalten beeinflussen. Doch sollte der Staat sein Machtmonopol zum “Nudging” nutzen?
Dürfen individuelle Privilegien umgangen werden, um höhere Ziele zu erreichen?
Nicht nur das Machtgefüge zwischen Staat und Bürgern, auch das der Nationen untereinander wird immer wieder neu ausgelotet. Letzteres manifestiert sich in internationalen Institutionen. Doch wie Eingangs beschrieben, lässt sich Macht nicht festschreiben und geopolitische Machtverschiebungen erzeugen immer neue Spannungsfelder. Besonders relevant ist heute der Streit um unverzichtbare Ressourcen.

In Podien zu den Themen “Automation”, “Nudging”, “Ressourcennutzung” und “Geopolitische Machtverschiebung” sollen die genannten Aspekte der Macht aus wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Perspektive beleuchtet werden.
Gemäß den Grundsätzen des Humboldt-Forum Wirtschaft soll die Veranstaltung von informativem und meinungsbildendem Charakter sein.

www.hufw.de

Automation – Maschinen an die Macht

Informationsgespräch mit Bazon Brock und Heiner Mühlmann

Automation: Das bedeutet Maschinen, die Maschinen steuern. Programme bilanzieren ganze Konzerne, Roboter fertigen präziser als jeder Mensch und autonomer Verkehr wird Ressourcen und Menschenleben schützen. Automation ist Fortschritt. Doch welchen Platz wird der Mensch in einer automatisierten Welt haben? Wie könnte eine Utopie aussehen? Worüber denken Visionäre heute nach und warum macht uns diese Entwicklung vielfach eher Angst?

Diese Fragen beschäftigen uns, denn vieles, das lange als unvorstellbar galt, ist heute Realität. Dadurch hat sich die verarbeitende Industrie bereits grundlegend verändert und die Automation dringt weiter vor. So könnte es neben menschenleeren Produktionshallen auch Verwaltungen geben, in denen Server statt Angestellter ihren Dienst leisten. Wie wird sich in diesem Zuge das Profil auch der akademischen Berufe verändern? Und wenn schlussendlich alle Arbeit von Maschinen getan werden kann, wird der Mensch dann freier leben?

Falls ja, wie lange müssten wir noch auf diese glorreiche Zukunft warten? Denn bekanntermaßen ist Fortschritt mehr noch von der ökonomischen Tragfähigkeit als von der reinen Machbarkeit abhängig. Worauf muss man sich also in naher Zukunft einstellen? Wie wird man an dieser Entwicklung partizipieren können?
Wie bereitet sich die Gesellschaft am besten vor?
Das Informationsgespräch soll einen Blick in die Zukunft erlauben.