Die Meisengeige

Zeitgenössische Nonsensverse gesammelt und hrsg. von Günter Bruno Fuchs

Die Meisengeige | Hrsg. von Günter Bruno Fuchs. München: Hanser, 1964.
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Mit einer Zwischengeige in 10 Zeichnungen von Ali Schindehütte.

Beiträger: Walter Höllerer, Martin Walser, Günter Grass, JOhannes Bobrowski, Horst Bienek, Paul Celan, H.C. Artmann, Erich Fried, Ernst Jandl, Gerhard Rühm, Peter Härtling, Günter Kunert, Ernst Meister, Helmut Heißenbüttel, Christoph Meckel, Hans Arp, René Altmann, Kurt Leonhard, Wolfgang Bächler, Hermann Lenz, Andreas Okopenko, Friederike Mayröcker, Elfriede Gerstl u.a.

Rezension im SPIEGEL Nr. 1/1965:

Günter Bruno Fuchs (Herausgeber): „Die Meisengeige“.
66 Poeten deutscher Zunge wollen in dieser Sammlung "zeitgenössischer Nonsensverse" einmal freiwillig komisch sein: "Der gute Willi ist sein menschlich Himmelreich ... Rucke die Kuh, der Germanist wird bleich" (Bazon Brock). Aber die meisten blödeln allzu bieder, sind nur gebildet schelmisch, witzeln spät nach Dada-Art oder stottern schlicht nach "movens"-Manier. Spaß machen ehestens die Arrivierten: Arp, Groß, Walser, der Österreicher Artmann. Ein neuer Morgenstern ging nicht auf, und Nonsens bleibt englisch. (Hanser; 192 Seiten; 11 Mark.)

Seite im Original: 50

Der gute Willi ist sein menschlich Himmelreich

Der gute Willi ist sein menschlich Himmelreich.
Nach schwarzem Freitag ist der Samstag blau.
Einsam wacht der Kohlenklau.
Rucke die Kuh, der Germanist wird bleich.