Martin Luther: Untertan und Freigeist

DeinTheater zu Gast in der Denkerei

Der experimentelle Tintenfasswurf auf der Wartburg | Moritz Götze, Bazon Brock. Lutherzimmer, Eisenach 10.11.2009. Edition 100 Stück. Foto: Christian Lohse
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Harry Szeemann behauptete, es gäbe individuelle Mythologien.
Kann es eine individuelle Religion geben? Kann man glauben, was man so glaubt?
Die Geschichte wird entscheiden: Religion als Unterwerfung gegen Religion als Selbstlegitimierung

Zum Stück:
16. Jahrhundert. Wer sich der Kirche widersetzte, war des Teufels.
Bücherverbrennungen, Todesurteile gegen Kirchenkritiker. Doch die Gedanken sind frei. Die Gläubigen werden unruhig. Dem Augustinermönch Martin Luther platzte der Kragen. Korruption und Sittenlosigkeit der Religionsverwalter provozierten ihn 1517 zu 95 Thesen.
Er beruft sich auf den Kern des Glaubens: die Bibel. Für seine Reformversuche setzte er, wie viele vor ihm, Ruf und Leben aufs Spiel. Stefan Österle zeigt, wie der Mönch und Unternehmersohn ungewollt zum Kirchenspalter wurde und zur allgemeinen Verständlichkeit das Hochdeutsch erfand.
Was Martin Luther durchsetzte, blieb bis heute lebendig: selbstbestimmter Glaube.