DIE DAME

DIE DAME | 1/2017
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Neuinszenierung des stilprägenden Klassikers aus den 20er Jahren / Erscheint als Magazin sowie Sammler-Ausgabe in Buchform / Herausgeber ist Christian Boros / Mit Beiträgen u.a. von Maxim Biller, Helene Hegemann, Antonia Baum, Mara Delius, Martin Eder, Bazon Brock, Margit J. Mayer, Ronja von Rönne, Lydia und Andreas Rosenfelder, Thomas Ruff / 292 S.

DIE DAME erschien zwischen 1912 und 1937 im liberalen Ullstein-Verlag. Nach der Enteignung Ullsteins durch die Nationalsozialisten wurde DIE DAME bis 1943 vom „Deutschen Verlag“ herausgegeben, ehe sie nach Kriegsende zunächst in Vergessenheit geriet. Insbesondere in den 1920er Jahren war DIE DAME eine der herausragenden freigeistigen Publikationen mit Beiträgen weltbekannter Autoren und Künstler wie Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht, George Grosz oder Tamara de Lempicka.

Auf 292 Seiten erfährt DIE DAME eine Neuinszenierung unter Mitwirkung namhafter Autoren, Fotografen und Layouter: Fotokünstler Thomas Ruff legt die Vorderseiten historischer Porträts aus dem alten Hollywood und die mit Notizen versehenen Rückseiten dieser Aufnahmen, mit denen sich Schauspieler für Filmrollen bewarben, digital übereinander und entwickelte daraus Titelmotiv und Bildstrecke im Magazin. Der Schriftsteller Maxim Biller veröffentlicht die Kurzgeschichte „Das falsche Spiel der Margarete Bloch“, Martin Eder – bekannt für seine Frauenaquarelle – malt für DIE DAME eine Bildstrecke mit Männermotiven. Margit J. Mayer, Stilexpertin und ehemalige Chefredakteurin von "Harper's Bazaar", spricht mit Ästhetik-Professor Bazon Brock über die Dame als Sozialcharakter. Andreas Rosenfelder, Leiter Feuilleton bei WeltN24, schreibt gemeinsam mit seiner Frau, der Journalistin Lydia Rosenfelder, eine „Neue Deutsche Traumnovelle“ – in Anlehnung an die berühmte Novelle von Arthur Schnitzler, die ab 1925 kapitelweise in DIE DAME erschien. Außerdem im Magazin: WELT-Autorin Ronja von Rönne über das Altern als Paar, ein Essay von Mara Delius, Leiterin der Literarischen Welt, über das Auto als Sehnsuchtsort. Helene Hegemann, Schriftstellerin und Filmemacherin, über weibliche Formen der Selbstbestimmtheit sowie Gedanken zum Thema Stillen von Schriftstellerin und Autorin Antonia Baum. Dazu kommen Modestrecken fotografiert von Philip Gay, Bela Borsodi, Ronald Dick und Antje Peters.

Seite im Original: 114

Die Dame als Sozialcharakter

Margit J. Mayer spricht mit Bazon Brock