„Der lange Sommer der Theorie“

Gespräch zum Film mit Irene von Alberti, Bazon Brock und Gästen

DER LANGE SOMMER DER THEORIE | R: Irene von Alberti, D 2017. Filmplakat
Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Ablauf

18:15 Uhr
Film-Screening im fsk Kino, Segitzdamm 2, 10969 Berlin
Karten bitte direkt im Kino reserviren unter: 030-6142464
www.fsk-kino.peripherfilm.de

20 Uhr
Gespräch zum Film in der Denkerei – mit Irene von Alberti, Bazon Brock und Gästen

Zum Film

DER LANGE SOMMER DER THEORIE
Film von Irene von Alberti, D 2017, 81 min

DarstellerInnen:
Julia Zange, Katja Weilandt, Martina Schöne-Radunski,
Timo Jacobs, Mario Mentrup, Lukas Steltner, Paula Knüpling, Tina Pfurr, Jörg Rühl, Jakob Bieber, Hans Piesbergen, Aljoscha Weskott, Marek Iwicki, Hassan Issa, Susanne Bredehöft, the cuntroaches u.v.a.

InterviewpartnerInnen in (in der Reihenfolge ihres Auftretens):
Philipp Felsch, Rahel Jaeggi, Lilly Lent und Andrea Trumann, Carl Hegemann, Jutta Allmendinger, Boris Groys

Kinostart: 23. November 2017

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=Kq5U_dbts4E

Zum Inhalt:
„Was tun?“ fragen sich drei junge Frauen, denen gerade die Kündigung in die WG flattert. Nola, Katja und Martina sind Künstlerinnen zwischen Bindungslosigkeit, Selbstoptimierung und prekärer Arbeit, die im ausverkauften Berlin wohnen und Redebedarf haben. Es darf nicht alles bleiben wie es ist. Zwischen Freiheit, dem Recht auf Faulheit, Opposition und Vergangenheitsrechtfertigung müssen am Küchentisch Lösungen her. Katja will andere Frauenrollen vor der Kamera. Martina will auf der Bühne einfach nur schreien. Nola fragt hinter der Kamera immer weiter. Wir müssen reden!

IRENE VON ALBERTI („Stadt als Beute“, „Tangerine“) inszeniert ein fröhliches Diskurstheater, das sich unbefangen in verschiedenen Filmgenres tummelt und Fragen an die heutigen Wirklichkeiten stellt. Zum Beispiel: kann es nach Philipp Felschs Buch „Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960–1990“ auch heute noch so weitergehen? In Interviewpassagen geben Philipp Felsch selbst, Rahel Jaeggi, Lilly Lent und Andrea Trumann, Carl Hegemann, Jutta Allmendinger und Boris Groys Antworten. In einer fiktiven WG debattieren junge Menschen weiter. Es geht um Staatsfeminismus und den Bechdel-Test, die Vorstellung eines anderen Lebens, den symbolischen Wert des Materiellen, Arbeitsverhältnisse, identitäre Bewegungen und den Ausverkauf der Stadt. Wir müssen weiterreden!

NOLA, gespielt von Julia Zange, befragt Menschen, von denen sie Antworten auf ihre Fragen nach einem politischen Standpunkt erhofft: Jutta Allmendinger, sie ist Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, in dessen Bibliothek das Interview aufgenommen wird. Carl Hegemann ist Dramaturg, Nola stellt ihm auf der Bühne der Volksbühne ihre Fragen. Rahel Jaeggi, Philosophin und Autorin von „Kritik von Lebensformen“ spricht mit Nola auf dem Dach der Filmproduktionsfirma über ihre WG als Lebensform.
Lilly Lent und Andrea Trumann haben ein kritisches Buch über Staatsfeminismus geschrieben und denken über Kinder, Küche und Kapitalismus nach. In einem futuristisch angehauchten Fitnessstudio stellt der Medientheoretiker Boris Groys die überraschende These auf, dass der wahre Revolutionär romantisch ist. Philipp Felsch, Historiker, Kulturwissenschaftler und Autor unterhält sich mit Nola im Tiergarten über die Möglichkeit einer Revolte in der heutigen Zeit.

„Der lange Sommer der Theorie“ verbindet einen poppigen, gegenwärtigen Style mit einer fantastischen Erzählfreiheit. Eine seltene, intellektuelle und spielerische Forschungsreise in die Gegenwart.“ Frédéric Jaeger, Spiegel.de

http://www.filmgalerie451.de/filme/der-lange-sommer-der-theorie/