Bazon Brock, was machen Sie jetzt so?

Autobiographie [Die blaue Illustrierte]

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Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Dieses Buch beantwortet im Hinblick auf Bazon Brock die folgenden Fragen, damit sie endlich rationell beantwortet werden können für Partygäste, Berufungsgremien, Arbeitsämter, Preiskommissionen, Heiratsvermittler, Zeitungsarchive, Kritiker und alle anderen, die sich bereits Bazon Brock in brüderlichem, verantwortlichem Interesse zuneigen.

Mit wem sind Sie eigentlich zusammen?

Wo stammen Sie her, was ist das für ein komischer Name, Bazon?

Haben Sie sich schon mal selbst beschrieben, ich meine objektiv?

Das ist doch auch wieder so ein Beispiel Ihrer arroganten Art, mit anderen umzugehen, oder?

Ich habe wieder Sachen über Sie gelesen, doll, was sagen Sie dazu?

Können Sie mal kurz einige Daten geben?

Ihre Sachen von früher fand ich viel besser, nich?

Was machen Sie so jetzt?

Warum sind Sie immer so direkt?

Wie geht es Ihnen?

Das ist doch auch nur ein Beispiel Ihrer arroganten Art, mit anderen umzugehen, oder?

Die Mäuse sitzen im Kino und sehen, was die bösen Katzen für Späße machen, um die Mäusefängerei freundlicher zu gestalten. Es scheint sehr belustigend zu sein, gezeigt zu bekommen, was einem als Maus alles blüht und wie einem das Fell über die Ohren gezogen wird. Solange man nicht selber im Rachen der Katze verschwindet, schafft der Anblick des Leidens der anderen Erleichterung.

Aber die Mäuse lernen auch, während sie sich amüsieren: wenn dann jemand mit merkwürdigen Forderungen mit freundlichstem Ton sich ihnen nähert, sagen sie kühl: „he, Du bist eine Katze, hau ab.“ Verführung mißglückt.

Wenn aber die Katzen im Parkett sitzen, ist die Sache schwieriger.

Ich bin unglaublich arrogant. Meine physische Anwesenheit allein reicht aus, jedes Auditorium zur äußersten Distanzierung zu bringen; Identifizierung mit mir oder dem, was ich sage, ist unmöglich. Mein Verhalten in Zusammenkünften von vielen produziert unmittelbar die gesellschaftliche Realität und dementsprechend die Gewalten, die sie bestimmen. Das nenne ich wahrlich Aufklärung und produktive Arbeit unter Einsatz aller Mittel!

Wo ich erscheine, ist die Erschleichung von Eingeständnis ausgeschlossen. Versöhnung findet nicht statt. Mit mir kann man sich nicht einverstanden erklären, weil das Selbstaufgabe bedeuten würde. Wenn sich mir jemand dennoch anschließt, malträtiere ich ihn solange, bis er seinen Irrtum durch Leiden einsieht.

Immer wieder höre ich, daß sich gerade diejenigen von mir vor den Kopf gestoßen fühlen, die glauben, ganz besonders wohlwollend mir gegenüber zu sein. Also, das ist der Grund. Man muß vor allem dafür sorgen, daß die nicht in den Taumel der brüderlichen und humanen Solidaritätsbekundungen verfallen, die ihren Kampf nur mit den entschiedensten Mitteln führen können. Deshalb meine beständigen Interventionen – wie auch in diesem Falle.