Bazon Brock, was machen Sie jetzt so?

Autobiographie [Die blaue Illustrierte]

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Klappentext, bibliografische Angaben oder Entsprechendes

Dieses Buch beantwortet im Hinblick auf Bazon Brock die folgenden Fragen, damit sie endlich rationell beantwortet werden können für Partygäste, Berufungsgremien, Arbeitsämter, Preiskommissionen, Heiratsvermittler, Zeitungsarchive, Kritiker und alle anderen, die sich bereits Bazon Brock in brüderlichem, verantwortlichem Interesse zuneigen.

Mit wem sind Sie eigentlich zusammen?

Wo stammen Sie her, was ist das für ein komischer Name, Bazon?

Haben Sie sich schon mal selbst beschrieben, ich meine objektiv?

Das ist doch auch wieder so ein Beispiel Ihrer arroganten Art, mit anderen umzugehen, oder?

Ich habe wieder Sachen über Sie gelesen, doll, was sagen Sie dazu?

Können Sie mal kurz einige Daten geben?

Ihre Sachen von früher fand ich viel besser, nich?

Was machen Sie so jetzt?

Warum sind Sie immer so direkt?

Wie geht es Ihnen?

Können Sie mal kurz einige Daten geben?

Ich kann es eigentlich nicht - das sollte von Dritten in der Monographie versucht werden: es handelt sich ungefähr um dreihundert Daten. Und ich selbst habe keine Arbeiten, weil ich keine Durchschläge anfertige und auch meinen Krempel nicht zusammenhalte.

Was hier bei Freunden im Schrank rumsteht oder woran ich mich aufgrund etwelcher Papiere erinnere, will ich sagen:

Daten zum Lebenslauf: geb. 2.6.36, Internierung 1945-1948, Kaiser-Karl-Gymnasium in Itzehoe 1950 bis 1956, Studium in Hamburg 1957 - 1958, in Frankfurt 1958/59 und 1961/64, in Zürich 1960/61. 1958/59 Hospitant bei Bremer/Sellner in Darmstadt. 1960/61 Chefdramaturg bei Gnekow in Luzern. Seit 1965 Dozent für nichtnormative Ästhetik in Hamburg.

Daten zur ästhetischen Praxis:
Kotflügel/Kotflügel, Itzehoe/Basel 1957
Die große Hamburger Linie (mit Hundertwasser), Hamburg 1959
Allgemeine Theorie des Meeres, I. Teil, Darmstadt 1959
Das Nichtwerk, Itzehoe 1960
Das Erschrecken am Es, Basel 1960
Der Spinner, Bruchstück fürs Theater, nichtaufgeführt in Ulm 1962
Zielstrebige Aufhebung des Lokalkolorits (mit Goepfert), Frankfurt 1962
Wollt ihr das totale Leben, Frankfurt 1963
Die Bloomzeitung, Frankfurt 1963
Das deutsche Tier und sein Herr, Paris Biennale 1963
Bitte um glückliche Bomben auf die deutsche Pissoirlandschaft, Frankfurt 1964
Ah, das geht ran, Bad Homburg 1964
Der Satz, Wuppertal/Itzehoe 1965
Das Straßentheater, Berlin 1965
Theater der Position, Frankfurt, Experimenta 1, 1966 und 1967
Eine saubere Sache, Berlin 1967
The no must go on ..., Bern 1967
Das Schreitheater, Dörnberg 1967
Die Wegwerfbewegung, Hannover 1967
Literaturbleche, Frankfurt/Hamburg/Köln, 1967
Darf ich es Ihnen erklären, Madame, Frankfurt 1968
Die Besucherschule, Kassel 1968
Was wird - zur Revolution des Ja, Darmstadt 1968

Umfangreiche Arbeiten für den Funk:
Die Sprache als heuristisches Prinzip, Stuttgart 1959
Die Verteidigung der Unkultur, München 1967
Des Kaisers kleinste Größe, Stuttgart/Frankfurt 1966
Der künstlerische Avantgardist als gesellschaftlicher Reaktionär, Stuttgart 1966
Die Technik der Affirmation, Berlin 1968
Gute Unterhaltung, Berlin/Hamburg, 1968
Zur Abschaffung der speziellen Kritik, München 1968
Stichworte zur Bewältigung der ästhetischen Praxis, Bern 1968
Androiden und höhere Menschen, Frankfurt 1967
9 Hefte "Das Neue Forum", Darmstadt 1958/60
12 Kolumnen in FILM 1965/66

Filme:
Für Redaktion Kulturspiegel Dr. Neitzel, Hamburg, 8 Kurzfilme 1966/67
Das Seminar (mit Nekes), Kassel 1967, 32 Minuten
Bazon Brock über Deutschland (mit Rainer Boldt), Frankfurt 1968
Der blinde Fleck, Frankfurt 1962, 25 Minuten

Praktizierte Formen der Demonstration, des happening, Agit pop Veranstaltungen:
Bloomsday, Frankfurt, Galerie Loehr 1963/64
Galerie Parnass, Wuppertal 1965
Galerie Defet, Nürnberg 1967
Galerie Block, Berlin, 1965
Galerie Kaput, Hamburg 1968
Stadthalle, Hannover 1967
WDR, Köln 1967
Galerie Rewolle, Bremen 1966
Galerie Wilbrand, Münster 1967
Galerie Ordo, Darmstadt 1962/63
Galerie am Steintor, Hannover 1963
Galerie Niedlich, Stuttgart 1963
Galerie Patio, Frankfurt 1968
Galerie Schmela, Düsseldorf 1967 (im Programm steht "ausgefallen")
Voltaireclub, Stuttgart 1966/67
Cuvilliéstheater, München 1959 (Notaveranstaltung)
Audi max, Technische Hochschule Aachen 1964
Staatl. Hochschule f. b. K, Stuttgart 1968
Hochschule für Gestaltung, Ulm 1967
Universität Frankfurt 1965/66/67
Kunsthalle Bern 1967
Kunstverein Kassel 1968
Galerie Soleil dans la Tête, Paris 1964
Musée d'Art Moderne, Paris 1963
Jugendhof Dörnberg 1967
Evangelische Akademie Schleswig-Holstein 1968
Innenhof Redaktion ZDF, Düsseldorf 1964
Galerie Sydow, Frankfurt 1961/62/63/64
Galerie dato, Frankfurt 1962
Galerie Dumont, Köln 1962

Aufführungen im Rahmen der Paik/Moorman-Veranstaltungen in New York 1965/66/67, Amsterdam 1966, Kopenhagen 1966, Brüssel 1966

Vertreten in einigen Anthologien wie Movens, Aussichten; Mitarbeit an Zeitschrifen wie Pardon (1962/63), Diskus, Nobis, Decollage, Film
Mitwirkung in der Fernsehsendung "Sag die Wahrheit".

An den Leser:
Sollten Sie irgendwo Arbeiten von mir antreffen, die hier nicht oder unvollständig bezeichnet sind, so bitte ich um freundliche Mitteilung an meine Anschrift
c/o Staatl. Hochschule für bildende Künste
2 Hamburg 22
Lerchenfeld 2